DR. COMFORT®- Comfort geht neue Wege

Spreizfuß mit Hallux valgus

(Großzehenballen)

AUF EINEN BLICK:
Jeder 8. Deutsche leidet unter einer schmerzhaften Schiefstellung der Großzehe (Hallux valgus).

Symptome und Krankheitsverlauf

Als Hallux valgus wird eine Abweichung der Großzehe im Großzehengrundgelenk nach der Kleinzehenseite hin bezeichnet.

Meist entwickelt sich der Hallux valgus als Folge eines jahrelangen Spreizfußes, der häufigsten schmerzhaften Fehlbildung des Fußes. Hierbei kommt es zu einer Aufspreizung des 1. und 2. Mittelfußknochens und somit zu einer Fehlbelastung des Fußes. Die Ursache für den Hallux valgus ist neben der familiären Veranlagung enges und erhöhtes Schuhwerk, Bindegewebsschwäche und Übergewicht.

Die Fehlstellung der Großzehe nimmt durch die veränderte Belastung durch den Spreizfuß und den damit veränderten Sehnenzug häufig mit der Zeit zu. In schweren Fällen kann sich die Fehlstellung der Großzehe auch auf das angrenzende Fußskelett auswirken und zu einer Fehlstellung der 2. und 3. Zehe führen.

Therapiemöglichkeiten

Je nachdem, wie fortgeschritten und ausgeprägt das jeweilige Krankheitsbild ist, kommen verschiedene Therapiemöglichkeiten zum Zug. Bei leichten Formen, bei denen der Hallux valgus nur selten schmerzhaft ist, bestimmen spezielle Hallux valgus Schienen, Einlagen, eine Umstellung des Schuhwerks und gezielte Fußgymnastik die konservative Therapie. Bei entzündeten Schleimbeuteln schaffen oft lokale abschwellende und kühlende Maßnahmen Abhilfe. Bei stärker werdenden Schmerzen und bei dauerhaft auftretenden Ruheschmerzen ist teilweise eine Operation unumgänglich. 

Meist ist eine Entfernung des Knochenvorsprungs bzw. der knöchernen Anbauten nicht ausreichend. Bei mittelschweren und schweren Formen muss häufig auch eine Achsenkorrekur des 1. Mittelfußknochens vorgenommen werden.

Nachbehandlung nach erfolgter Operation

  • Langsohliger, flacher Verbandsschuh oder Vorfußentlastungsschuh (Dauer: abhängig vom Operationsausmaß)
  • Bei Bedarf Lymphdrainage sofort möglich
  • Je nach Operationsausmaß und Nachbehandlungsschema variiert die Dauer der Entlastung des betroffenen Fußes von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen. Nach der Entlastungsphase folgt eine stufenweise Belastungssteigerung
  • Beginn mobilisierender Krankengymnastik nach abgeschlossener, sicherer Wundheilung (nach ca. 2 – 3 Wochen)
  • Nach abgeschlossener Knochenheilung und Rückgang der Schwellung ist die Rückkehr zu normalem Schuhwerk möglich (bei Frauen: Schuhe mit Absatz vermeiden)

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alt-valgus

Hallux rigidus

(Großzehengrundgelenksarthrose)

AUF EINEN BLICK:
Arthrose im Großzehengrundgelenk kann zu einer Einsteifung des Gelenks führen.

Symptome und Krankheitsverlauf

Im Laufe der Zeit kann es aufgrund von Fehlstellungen, angeborenen oder erworbenen Fußerkrankungen, Unfällen, Gicht oder altersbedingt zu einer Abnutzung der Gelenkflächen des Großzehengrundgelenks kommen.

Dies führt wegen des Verlustes der schützenden Knorpelschicht zu einer vermehrten Knochen-Knochen-Reibung. Da die Oberfläche des Knochens schmerzempfindlich ist, können je nach Ausmaß des Verschleißes, aber auch von Person zu Person verschieden, unterschiedlich starke Schmerzen auftreten. Der menschliche Körper versucht durch Gegenmaßnahmen wie knöcherne Anbauten die Gelenkfläche zu vergrößern und so den Druck bezogen auf die Fläche zu verringern.

Allerdings führt dies häufig zu einer Einmauerung des Gelenks, was das Bewegungsausmaß einschränkt und Fehlstellungen verursacht.

Schmerzen beim Gehen, vor allem beim Abrollen, sind die Folge. In fortgeschrittenen Stadien treten häufig auch Nacht-, Ruhe- und Anlaufschmerzen auf. Besonders das Stehen auf den Zehenspitzen ist dann kaum noch möglich.

Therapiemöglichkeiten

Im Anfangsstadium der Arthrose können Veränderungen des Schuhwerks – spezielle starre Einlagen, teils mit Sohlenversteifung oder einer Ballenrolle – zur Besserung führen. Auch Hyaluronsäure-Spritzen in das Großzehengrundgelenk werden im Rahmen der konservativen Therapie häufig angewendet.

Bei stark fortgeschrittenen und vor allem schmerzhaften Verläufen sollte operiert werden. Gelenkglättungen und Abtragungen störender knöcherner Anbauten bewirken oftmals nur eine kurze Beschwerdebesserung, daher werden gelenkentfernende Operationen bevorzugt.

Nachbehandlung nach erfolgter Operation

  • Langsohliger, flacher Verbandsschuh oder Vorfuß-entlastungsschuh (Dauer: abhängig vom Operationsausmaß)
  • Bei Bedarf Lymphdrainage sofort möglich
  • Je nach Operationsausmaß und Nachbehandlungsschema variiert die Dauer der Entlastung des betroffenen Fußes von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen. Nach der Entlastungsphase folgt eine stufenweise Belastungssteigerung
  • Beginn mobilisierender Krankengymnastik nach abgeschlossener, sicherer Wundheilung (nach ca. 2 – 3 Wochen)
  • Nach Rückgang der Schwellung ist die Rückkehr zu normalem Schuhwerk möglich (bei Frauen: Schuhe mit Absatz vermeiden)

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Hammer-, Krallen- und Mallet-Zehen

AUF EINEN BLICK: 
Hammer- und Krallenzehen treten häufig in Kombination miteinander auf.

Symptome und Krankheitsverlauf

Neben dem Großzehengrundgelenk können die übrigenZehen schmerzhafte Veränderungen aufweisen. Meist sind hierbei die 2. und 3. Zehe betroffen. 

Bei Hammer-, Krallen- und Mallet-Zehen handelt es sich um fixierte krallartige Beugungen der kleinen Zehen.

Die Hammerzehen sind nach den hammerartigen Verformungen der betroffenen Zehe/Zehen benannt, welche auf einer krallartigen Beugung im zugehörigen Mittelgelenk beruhen. Bei der Krallenzehe kommt es zur noch stärkeren Überstreckung des Grundgelenks, die Zehenkuppe verliert den Bodenkontakt. Die seltenere Mallet-Zehe ist durch eine isoliert auftretende krallartige Beugung des Endgelenks gekennzeichnet.

Hammer-, Krallen- und Mallet-Zehen treten am häufigsten im Zuge von Fehlbildungen des Fußes wie einem Spreizoder Hohlfuß, einem Hallux valgus, nach direktem Trauma, bei neurologischen Erkrankungen oder aber auch durch das Tragen von zu kurzem und zu engem Schuhwerk auf. Charakteristisch für die oben genannten Erkrankungen sind schmerzhafte Hornhautschwielen über den hervorgetretenen Knochenköpfchen der betroffenen Zehenglieder oder im Bereich der Zehenspitzen.

Therapiemöglichkeiten

Konservative Therapiemöglichkeiten reichen von genügend breitem und langem sowie gepolstertem Schuhwerk bis hin zu Orthesen, z. B. aus Silikon, zur Zehenkorrektur. Auch Nachtlagerungsschalen kommen hierbei zum Einsatz. Da die oben genannten Maßnahmen allerdings meist nur bei beginnenden, leichten Fehlstellungen ausreichend Schmerzlinderung verschaffen, ist in fortgeschrittenen Stadien oftmals zu einer Operation zu raten.

Nachbehandlung nach erfolgter Operation

  • Langsohliger, flacher Verbandsschuh oder Vorfußentlastungsschuh (in der Regel bis zur abgeschlossenen Wundheilung)
  • Unterarmgehstützen bei Bedarf, eine Vollbelastung des operierten Fußes ist je nach Schmerzausmaß möglich 
  • Ambulantes, schmerzfreies Ziehen eingebrachter Korrekturdrähte nach 2 – 4 Wochen ohne erneute Narkose
  • Bei Bedarf Lymphdrainage sofort möglich
  • Je nach Operationsausmaß und Nachbehandlungsschema variiert die Dauer der Entlastung des betroffenen Fußes von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen. Nach der Entlastungsphase folgt eine stufenweise Belastungssteigerung
  • Beginn mobilisierender Krankengymnastik nach ca. 4 – 6 Wochen möglich
  • Nach Rückgang der Schwellung ist die Rückkehr zu normalem Schuhwerk möglich (bei Frauen: Schuhe mit Absatz vermeiden)

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Metatarsalgie

AUF EINEN BLICK: 

Eine Fehlbelastung des Fußes ist der häufigste Grund für einen schmerzenden Vorfuß (Metatarsalgie).

Symptome und Krankheitsverlauf

Metatarsalgie ist ein Sammelbegriff für mehrere Krankheitsbilder, welchen allen ein Schmerz im Bereich des Vorfußballens bzw. im Mittelfuß gemein ist.

Die Ursachen hierfür variieren: Sowohl Nerveneinengungen, Arthrose und Entzündungen als auch fehlerhafte Lastverteilung zwischen den Mittelfußköpfchen, zu enges oder zu hochhackiges Schuhwerk oder ein zu langer 2. oder 3. Mittelfußknochen werden dafür verantwortlich gemacht.

Die Therapie der oft belastungsabhängig auftretenden Schmerzen sollte sich nach der Ursache richten, welche es für den behandelnden Arzt zunächst zu finden gilt. Zu den angewandten konservativen Therapiemaßnahmen zählen eine Veränderung des Schuhwerks (weiches Schuhbett, weiter Vorderschuh, Vermeidung von hohen Absätzen), die Verordnung von Einlagen, die Einnahme antientzündlicher Medikamente oder eine Schwielenabtragung durch den Podologen.

Bei Versagen der konservativen Therapie kann in gewissen Fällen auch eine Operation sinnvoll sein. Art und Ausmaß der Operation hängen von der zugrunde liegenden Krankheit ab. Sie sollte allerdings nur dann erfolgen, wenn alle anderen infrage kommenden Ursachen ausgeschlossen wurden.

Nachbehandlung nach erfolgter Operation

  • Langsohliger, flacher Verbandsschuh oder Vorfußentlastungsschuh (Dauer: abhängig vom Operationsausmaß)
  • Bei Bedarf Lymphdrainage sofort möglich
  • Je nach Operationsausmaß und Nachbehandlungsschema variiert die Dauer der Entlastung des betroffenen Fußes von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen. Nach der Entlastungsphase folgt eine stufenweise Belastungssteigerung
  • Beginn mobilisierender Krankengymnastik abhängig von
  • behandelter Grunderkrankung
  • Nach Rückgang der Schwellung ist die Rückkehr zu normalem Schuhwerk möglich (bei Frauen: Schuhe mit Absatz vermeiden)

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Morton-Neuralgie

AUF EINEN BLICK: 
Morton-Neuralgie ist eine schmerzhafte Erkrankung, die durch eine Nerveneinengung auf Höhe der Mittelfußköpfchen hervorgerufen wird.

Symptome und Krankheitsverlauf

Die Morton-Neuralgie ist eine schmerzhafte Erkrankung im Bereich des Vorfußes, als deren Ursache eine Nerveneinengung zwischen den Mittelfußköpfchen angesehen wird. Meist tritt sie zwischen dem 2. und 3. oder dem 3. und 4. Zehenzwischenraum auf.

Charakteristisch für die Morton-Neuralgie sind akut einschießende Schmerzen im Mittelfuß. Besonders in zu engem Schuhwerk und häufig sogar in Ruhe und nachts treten gehäuft Schmerzen auf. In der klinischen Untersuchung zeigen sich meist Druckschmerzen in diesem Bereich, auch eine Taubheit an den betroffenen Zehen wird von den Patienten beschrieben. Bestätigt werden kann die Diagnose durch eine manuelle Untersuchung und den Nachweis eines Nervenknötchens im MRT oder im Ultraschall.

Therapiemöglichkeiten

Zunächst wird der häufig vorliegende Spreizfuß oder andere begleitende Fehlstellungen des Fußes z.B. durch Einlagen behandelt. Auch lokale Injektionen führen häufig zu einer Beschwerdebesserung. Bei Andauern der Schmerzen jedoch ist eine Operation mit Freilegung des Nervs und Entfernung des Nervenknötchens bzw. des betroffenen Nervs notwendig.

Nachbehandlung nach erfolgter Operation

  • Langsohliger, flacher Verbandsschuh oder Vorfußentlastungsschuh (in der Regel bis zur abgeschlossenen Wundheilung)
  • Unterarmgehstützen bei Bedarf, eine Vollbelastung des operierten Fußes ist je nach Schmerz- und Operationsausmaß möglich
  • Bei Bedarf Lymphdrainage sofort möglich
  • Je nach Operationsausmaß und Nachbehandlungsschema variiert die Dauer der Entlastung des betroffenen Fußes von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen. Nach der Entlastungsphase folgt eine stufenweise Belastungssteigerung
  • Beginn mobilisierender Krankengymnastik nach 2 – 3 Wochen möglich
  • Nach Rückgang der Schwellung ist die Rückkehr zu normalem Schuhwerk möglich (bei Frauen: Schuhe mit Absatz vermeiden)

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